Wwoofing

Allein das Wort klingt schon exotisch und ich muss jedes Mal überlegen, wie es geschrieben wird. Wwoofing ist eine andere Art work and travel, bei der man nicht gegen Geld, sondern für Verpflegung und Unterkunft arbeitet. Ursprünglich beschränkte sich das wwoofen nur auf Tätigkeiten auf biologischen/ökologischen Farmen, mittlerweile wird es jedoch für unentgeltliche Arbeiten jeglicher Art benutzt. Die Jobs reichen von Baby- oder Housesitting-Tätigkeiten, Arbeiten in Hostels oder Restaurants bis hin zu Gartenarbeiten (Unkraut jäten wird in seinem meditativen Charakter eindeutig unterschätzt) oder Tierpflege.

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Vorteil ist, dass ihr beim Wwoofing meistens interessantere und spannendere Projekte kennenlernt als bei der klassischen Farmarbeit/ fruit picking etc. Häufig suchen ökologische (z. B. aus dem Bereich Permakultur) oder soziale Projekte Wwoofer, da sie ohne „ehrenamtliche“ Unterstützung nicht existieren können. Bei unseren Aufenthalten in Australien und Neuseeland haben wir beispielsweise mehrfach bei Selbstversorgern gewwooft, die 90% ihrer Nahrung selbst anbauen und auch sonst sehr nachhaltig leben, das heißt Wasser- und Stromverbrauch auf ein Minimum reduzieren und Müll und andere Abfälle recyceln  wie z. B. das Projekt C.A.S.A. Total spannende Projekte, bei denen man eine Menge lernen kann und interessante, inspirierende Personen kennenlernt, die unendlich dankbar für jegliche Hilfe sind und ihr Leben mit Reisenden aus aller Welt teilen möchten. Das bedeutet natürlich, dass auch der kulturelle Aspekt nicht zu kurz kommt und man so alternativen Lebensweisen begegnet, die man vorher gar nicht kannte.

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Um Wwoofing-Stellen zu finden, gibt es verschiedene Plattformen im Internet, wo sich Wwoofing-Anbieter und interessierte Reisende treffen können. Neben der Originalwebseite www.wwoofinternational.org gibt es auch breiter aufgestellte Seiten wie www.workaway.info oder www.helpx.net , die euch die Hosts nach Ländern geordnet vorschlagen. Gegen ein kleines Entgelt könnt ihr euch dann registrieren und eure Traumstelle finden.

Auf den jeweiligen Webseiten ist dabei auch geregelt, wie viele Stunden die Wwoofer pro Tag arbeiten bzw. an welchen Tagen die Woche gearbeitet wird und wann freie Tage sind. Oft arbeitet man fünf Stunden pro Tag an fünf Tagen die Woche. Für uns war dies immer ein sehr fairer Deal, da wir in der restlichen Zeit die Gelegenheit hatten, die Umgebung zu erkunden, Ausflüge mit anderen Wwoofern zu machen oder einfach nur zu chillen. Das tut ja auch ab und an Not!