
Die Erfolgsgeschichte von Couchsurfing begann im Jahr 2003 in San Francisco, USA. Die simple Idee des Gründers Casey Fenton: Locals bieten Reisenden aus aller Welt kostenlos einen Schlafplatz auf ihrer Couch an, ganz ohne Gegenleistung. Das fördert den kulturellen Austausch und ermöglicht den Reisenden, durch die Begegnungen mit Ortsansässigen einen tieferen Einblick in die Kultur und Lebensweise des Reiselandes zu bekommen. Kein Wunder also, dass die Idee auf Begeisterung stieß. Mittlerweile zählt die Internetcommunity couchsurfing.com 10 Millionen weltoffene Nutzer, wovon ca. die Hälfte aktiv am „surfen“ und/oder „hosten“ ist.
Natürlich geht es beim Couchsurfen nicht vordergründig darum, kein Geld für Übernachtungen ausgeben zu müssen. Viel wichtiger ist, dass man so die einzigartige Möglichkeit bekommt, interessante Menschen in ihrem Lebensumfeld kennenzulernen. Aber es lässt sich auch nicht verleugnen, dass man durch Couchsurfing Geld sparen kann, wenn ebendieses auf Reisen einmal gerade nicht so locker sitzt.
Wir funktioniert das Ganze?
Jeder Nutzer muss sich zunächst registrieren und ein möglichst aussagekräftiges Profil anlegen, in dem man Infos über die Person selbst, die Wohnlage und –situation sowie die angebotene Couch oder das Gästezimmer findet. Außerdem können Gäste und Freunde Bewertungen hinterlassen, sodass man sich direkt ein Bild vom Gastgeber machen kann. Dann kann man sich wie bei Zalando durch den Katalog an Nutzern am Zielort klicken und den sympathischsten Menschen eine Couchsurfing-Anfrage schicken. In größeren Städten braucht man da meist sehr viel Geduld, bevor eine Zusage eintrifft, in kleineren Orten geht alles meist wesentlich schneller.
Couchsurfing around the world
Auch wenn wir viel Zeit in Hostels verbracht haben, konnten wir auf unserer Reise viele Couchsurfing-Erfahrungen verbuchen. Von Indien über Argentinien bis Kalifornien und Hawaii war alles dabei. Das schöne ist, dass man merkt, wie nett, offen und hilfsbereit eigentlich die meisten Menschen auf der Welt sind. Die meisten Couchsurfer haben es sich zur Aufgabe gemacht, Reisenden die eigene Kultur näherzubringen. Stets wurden wir mit offenen Armen empfangen, bekocht, mit Live-Musik bespaßt, zu Insiderorten ausgeführt und auf Wandertouren mitgenommen. Alles Dinge, die uns sonst entgangen wären. Also ran an den PC, Profil erstellt und losgesurft!
