Günstig reisen in…

cimg3556…Australien

Australien ist das Backpackerland schlechthin. Millionen von jungen Deutschen bevölkern jedes Jahr den riesigen Kontinent auf der anderen Seite der Welt. Der Gegensatz zwischen grünen Küstenabschnitten mit unglaublichen Surferwellen und dem kargen Outback sowie die einzigartige Tierwelt fasziniert und macht Australien zu einem Traumziel. Hinzu kommt, dass es für Deutsche ziemlich einfach ist, ein Arbeitsvisum (Link) zu bekommen, sodass der Aufenthalt finanzierbar ist.

Und genau das ist der springende Punkt. Ohne Moos scheint in Australien auf den ersten Blick nix los. Die riesige Insel ist weit abgeschnitten von allem und Importe sind teuer. Das schlägt sich in den Preisen nieder. Zwar ist vieles – je nach Wechselkurs – nur unwesentlich teurer als in Deutschland, wer aber auf Hostels und öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, der muss mehrmals tief schlucken.

Günstig übernachten

Gerade in den Großstädten Sydney, Melbourne und Brisbane muss man mit einem tighten Budget Abstriche bei der Hostelwahl machen. Schäbige Absteigen, in denen man in heruntergekommenen Mehrbettzimmern schläft, die schon lange keinen Staubsauger mehr gesehen haben, sind keine Seltenheit.  Außerdem ziehen die Preise zum Wochenende hin oft an. Aber was ist die Alternative? Bei der Hostelsuche (beispielsweise über Hostelworld) sollte man darauf achten, den Radius so groß wie möglich zu ziehen. Weiter außerhalb finden sich oft recht bezahlbare kleinere Unterkünfte. Zudem sollte man darauf achten, dass Frühstück inklusive ist. So spart man sich schon einmal 1-2 Mahlzeiten.

Wer mit dem eignen Auto unterwegs ist, kann öffentliche Campsites ansteuern. Wild Campen ist in Australien allerdings verboten und wird mit einer hohen Strafe geahndet. Eine weitere Alternative ist wie immer Freiwilligendienst (LINK). Für 4-5 Stunden Arbeitseinsatz pro Tag erhaltet ihr ein Bett und drei Mahlzeiten. Das lohnt sich ganz besonders in Australien.

Günstig essen

In Australien ist selber kochen die Devise. Restaurants sind meist unbezahlbar und wenn man sich nicht nur von Fast Food aus dem nächsten Chinaimbiss ernähren möchte, sollte man des Öfteren mal einen Blick in einen Supermarkt wagen. Wir wollen hier ja keine Schleichwerbung machen, aber seit ein paar Jahren ist in Down Under die deutsche Supermarktkette Aldi vertreten. Die Preise sind ein Traum! Zudem lohnt es sich, auf lokalen Märkten einzukaufen. Viele Australier bauen selbst Gemüse an, das sie dort oder auch an Straßenständen zu günstigen Preisen verkaufen. So kann man den ein oder anderen Dollar sparen.

Internet

Die Internetverbindungen in Australien sind teuer und langsam. In manchen Gegenden kann man Wifi sogar nur über die Telefontrassen empfangen. Aus diesem Grund lassen sich fast alle Unterkünfte den Zugang zum Wifi teuer bezahlen. Zwischen 3 und 6 Dollar muss man hierfür pro Tag einkalkulieren. Das geht ordentlich ins Geld. Es besteht allerdings die Möglichkeit, Wifi an einigen öffentlichen Plätzen zu nutzen. Und sonst gibt es immer noch McDonalds. Hier treffen sich Backpacker aus aller Welt, um mit ihren Liebsten zu skypen, Busfahrten zu buchen, Flüge zu checken oder was man sonst so im Internet macht. Ein Kaffee kostet auch nur 1 Dollar, sodass dies auf jeden Fall die günstigere Alternative ist.

Die Tourenfalle

Viele Backpacker kommen in Australien an und werden gleich von den geschäftstüchtigen Reiseagenturen, die man in fast jedem Hostel findet, überrumpelt. Diese suggerieren einem, dass man unbedingt mit ihnen als günstigstem Anbieter eine Tour zu den Whitsundays und ans Great Barrier Reef machen, ein Aborigine-Dorf und wahlweise Aquarien oder Tierparks besuchen sollte. Wenn man alles direkt zusammen mit einem Busticket für ein Jahr bucht, erhält man dann einen wahnsinnigen Rabatt von 100 Euro. Das ist jetzt vielleicht etwas überspitzt dargestellt, aber nicht weit von der Realität entfernt. Man sollte sich die Zeit nehmen, seine Optionen zu checken, priorisieren, was man wirklich machen möchte und was nicht und auch mal das Internet nach günstigeren Alternativen checken. Oft haben da auch Einheimische die besten Tipps. Ansonsten findet man sich nämlich mit einem Paket aus 6 Touren wieder, von denen man 3 verfallen lässt.

TIPP: Kängurus, Wallabys und Co. kann man übrigens auch in der freien Wildbahn beobachten, wenn man sich einmal ein bisschen vom dicht besiedelten Küstenstreifen entfernt und das „Landesinnere“ erkundet.