Tourguide

Ciudad Perdida – Die günstige Alternative zum Inka Trail 

Wenn man an unvergessliche Wanderungen und Sehenswürdigkeiten in Südamerika denkt, fallen einem sofort Machu Picchu und der Inkatrail ein. Auch als wir uns auf unserer Reise Peru näherten, spielten wir mit dem Gedanken uns für die mehrtägige Wanderung zur jahrhundertealten Ruinenstadt einzuschreiben. Aber daraus wurde nichts! Denn die Touren müssen extrem lange im Voraus gebucht werden, und sind immer voll belegt. Als von Tag zu Tag planende Reisende war dies für uns natürlich komplett unvorstellbar, denn schon einige Flüge, die wir vorab gebucht hatten, mussten wir verfallen lassen, da wir uns nicht von festen Zeiten stressen lassen wollten. Auch die Kosten von mindestens 600 USD für die 4-tägige Wanderung sind nicht gerade ein Schnäppchen.

Als spannende Alternative in der südamerikanischen Trekking-Landschaft gibt es die vier-bis fünftägige Wanderung zur verlorenen Stadt (Ciudad Perdida). Und das nicht in Peru, sondern in der Nähe der kolumbianischen Karibikküste. (Also nach der anstrengenden Wanderung, dann direkt an den Strand 🙂  ). Sie dauert zwischen 4 und 6 Tagen und kostet mit Wanderführer, Unterkunft, Fahrtkosten und Verpflegung ca. 300 USD. Die meisten Reisenden starten ihren Trip in der kolumbianischen Küstenstadt Santa Marta, von der aus viele Agenturen diese spanende Expedition in das Landesinnere anbieten. Frühmorgens startet man mit einer Kleingruppe bestehend aus ca. 6 Leuten + Führer mit dem Jeep in den Dschungel und wandert dort mehrere Tage durch den unwägbaren Regenwald. Auf dem Weg gibt es verschiedene Camps in denen man mittags, zum Lunch, oder abends zum Abendbrot und zum Schlafen einkehrt. Damit wandert man quasi auf den Spuren Pablo Escobars, denn diese Camps sind die ehemaligen, versteckten Drogenlabore. Jetzt herrscht jedoch jeden Abend eine gemütliche Atmosphäre und bei Kerzenschein (es gibt keine Elektrizität) wird dort hauptsächlich kolumbianische Hausmannskost serviert und man hat die Möglichkeit mit den anderen Gruppenmitgliedern den Tag Revue passieren zu lassen, Karten zu spielen oder sich vom Tourguide spannende Geschichten über die Kultur der indigenen Bevölkerung anzuhören. Da den Weg pro Tag nur ca. 4-5 Gruppen beginnen, sind in den Camps meistens nur ca. 30 andere Touristen und man fühlt sich nicht, wie bei einer Massenabfertigung.

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Nach zwei Tagen Wanderung bei gefühlt 100% Luftfeuchtigkeit und 30 Grad Celsius gelangt man endlich an den Rand der Verlorenen Stadt und muss sich dann nochmal 1200 Treppenstufen hochquälen, um endlich am Ziel anzukommen. Aber es lohnt sich!!!

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Wir hatten auf dieser Wanderung eine tolle Zeit und können dieses Abenteuer nur jedem weiterempfehlen. Abgesehen von den niedrigen Kosten, ist die Wanderung zur Ciudad Perdida ein Trekking-Erlebnis, welches noch relativ unbekannt ist. Das hat natürlich den Vorteil, dass die Trails zu keinem Zeitpunkt überlaufen sind und man über Stunden hinweg kaum anderen Leuten begegnet.

Unsere Story und Eindrücke gibt es hier.