Umsonst und draußen

cimg4974

Delfine

Die Catlins an der Ostküste am unteren Ende von Neuseelands Südinsel kann man getrost als eine Region bezeichnen, in der sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Weite hügelige Landstriche, dicht bewachsen mit Wäldern, Moosen und Riesenfarnen und steile Klippen, die aus dem Meer ragen: das klingt so als wäre es gerade aus einem Bilderbuch entsprungen. Und die Realität ist noch viel schöner. An diesem Fleckchen Erde ist die Welt noch in Ordnung. Die Region zählt zu Neuseelands am dünnsten besiedelten Flächen. Damit sind natürlich nur die Menschen gemeint, denn die Tierwelt ist an Vielfalt nicht zu übertreffen. Hat man sich erst einmal über die gewundenen schmalen Sträßchen bis hier hervorgekämpft, wird man gleich mit der absoluten Idylle belohnt. Die meisten Reisenden zieht es an den Curio Bay, an dem man bei Ebbe einen versteinerten Urwald bewundern kann, der ansonsten vom Wasser bedeckt in der Unterwelt weilt. Diese Bucht, eingesäumt von schroffen Felsen, eignet sich auch an einigen Stellen zum Surfen und hier wird es erst recht interessant. Während man sich in die Fluten stürzt und geduldig darauf wartet, die perfekte Welle nehmen zu können, passiert es nicht selten, dass sich neugierige Delfine um die Surfboards herum versammeln und die Surfer jubelnd umspringen, während sie auf den Wellen reiten. Klingt wie ein Märchen, ist aber so! Warum also teures Geld für eine  Bootstour bezahlen, bei der man 10 Minuten mit Delfinen im Wasser schwimmen kann, wenn man es auch umsonst bekommt? Und das garantiert ohne tierquälerische Methoden.